Klarstellung zum WERA Forum Duisburg

Kurzfassung

Der Einsatz am 30. Juli 2025 hat unsere Gemeinde tief erschüttert. Nicht nur, weil er ein massiver Eingriff in unser Privat- und Gemeindeleben war, sondern auch, weil danach viele Aussagen und Bewertungen über uns verbreitet wurden, die aus unserer Sicht so nicht stimmen.

Auf dieser Seite möchten wir erklären:

  • was an diesem Tag geschehen ist,

  • wie wir die Zeit danach erlebt haben,

  • was unsere Gemeinde strukturell ausmacht,

  • und wofür wir stehen.

Vorweg eine klare Einordnung:
Das WERA Forum Duisburg ist eine freie christliche Gemeinde in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins.
Es besteht keine staatliche oder kirchliche Einstufung als „Sekte“.

Eine ausführlichere Darstellung unserer Struktur finden Sie hier:
Einordnung des WERA Forums

Wer wir strukturell sind

Uns ist wichtig, nicht nur auf Diskussionen zu reagieren, sondern transparent darzustellen, wie wir organisiert sind.

Das WERA Forum:

  • ist als Verein rechtlich registriert,

  • arbeitet mit freiwilliger Teilnahme,

  • hat öffentlich zugängliche Gottesdienste und Veranstaltungen,

  • finanziert sich über freiwillige Spenden,

  • kennt keine verpflichtende Bindung an die Gemeinde,

  • ist keine abgeschlossene Lebensgemeinschaft,

  • arbeitet in organisierter Leitungsstruktur.

Mitgliedschaft kann freiwillig begonnen und beendet werden.
Es gibt keine verpflichtenden finanziellen Abgaben.

Diese strukturellen Merkmale sind für uns wesentlich, wenn es um Einordnungen geht.

Zur öffentlichen Diskussion um „Sektenstrukturen“

Der Begriff „Sekte“ ist kein juristisch definierter Begriff im deutschen Vereins- oder Religionsrecht. Er wird im öffentlichen Diskurs sehr unterschiedlich verwendet.

In Medienberichten wurden Aussagen über angebliche „sektenähnliche Strukturen“ aufgegriffen. Solche Bewertungen stützen sich häufig auf einzelne Aussteigerberichte und werden seit Jahren kontrovers diskutiert.

Auch kirchliche Medien setzen sich grundsätzlich mit Fragen wie Kontrolle, Abschottung oder problematischen Leitungsformen auseinander, etwa hier:
evangelisch.de

Für uns ist entscheidend:

  • Teilnahme ist freiwillig.

  • Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich.

  • Es gibt keine Abschottung vom gesellschaftlichen Leben.

  • Es gibt keine verpflichtende Bindung an eine einzelne Person.

Vor diesem Hintergrund weisen wir eine Einordnung als „Sekte“ zurück.

Was am 30. Juli 2025 geschah

Am frühen Morgen kam es zu einer polizeilichen Durchsuchung des Wohnhauses unserer Pastoren sowie unserer Gemeinderäume. Einen persönlichen Bericht dazu finden Sie hier:
Bericht unseres Pastors

Als Anlass wurde ein Verdacht im Zusammenhang mit waffenrechtlichen Vorschriften genannt. Im Rahmen des Einsatzes wurden Gegenstände sichergestellt, darunter zwei Luftgewehre, eine Schreckschusspistole, ein Taser sowie ein Nunchaku. WDR

Nach unserem Verständnis sind diese Gegenstände – mit Ausnahme des Nunchakus, das bei uns als Requisite genutzt wurde – nicht grundsätzlich illegal, sofern gesetzliche Vorgaben eingehalten werden.

Unser Pastor Alexander Epp wurde beim Zugriff verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Über einzelne Aspekte berichteten auch Medien (u. a. Duisburg Online / t-online).
Auch in den Gemeinderäumen entstanden Schäden. Ein Teil der sichergestellten Gegenstände wurde später wieder herausgegeben; hierzu erfolgte ebenfalls eine öffentliche Einordnung (u. a. EAD).

Uns ist wichtig:
Ein polizeilicher Einsatz und ein Verdacht sind nicht gleichbedeutend mit einer gerichtlichen Feststellung.

Die Zeit danach

Die Ereignisse führten zu intensiver öffentlicher Diskussion. Für viele Menschen in unserer Gemeinde war das eine belastende Phase. Familien, Jugendliche, ältere Gemeindemitglieder – sie alle spürten die Auswirkungen der Berichterstattung.

Nach dem Vorfall kündigte zudem unsere langjährige Bankverbindung. Unsere Stellungnahme dazu finden Sie hier:
Brief an die Sozialbank

Was unsere Gemeinde prägt

Unabhängig von öffentlichen Debatten besteht unser Alltag aus:

  • Seelsorge und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen

  • Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien

  • Unterstützung für Geflüchtete, insbesondere aus der Ukraine

  • Gemeinschaft, Austausch und geistlicher Orientierung

Unsere Gottesdienste und Angebote sind öffentlich zugänglich.
Einblicke sind auch über unseren Livestream möglich:
Livestream

Unser Selbstverständnis

Wir verstehen uns als freie christliche Gemeinde, die Glauben, persönliche Verantwortung und Gemeinschaft verbindet.

Wir arbeiten innerhalb der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen.
Wir stehen für Transparenz, Dialogbereitschaft und respektvollen Umgang.

Wir möchten nicht über Schlagworte definiert werden, sondern über nachvollziehbare Fakten und erlebbare Realität.

Einladung

Wenn Sie Fragen haben oder sich selbst ein Bild machen möchten, laden wir Sie herzlich ein:

Kommen Sie vorbei.
Schreiben Sie uns.
Sprechen Sie mit uns.

Unsere Türen stehen offen.
Unsere Herzen ebenfalls.