Warum es gut ist, zu weinen

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Warum es gut ist, zu weinen

Matthäus 5,4

Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden!

Glückselig bedeutet glücklich, es bedeutet, dass es diesen Menschen gut geht.
Aber wie kann man Trauer und Glück verbinden?

Damit ist nicht gemeint, dass es gut ist, zu trauern. Aber wenn der Mensch trauert, wird er getröstet und es wird wieder gut.

Tränen.

Rein physiologisch betrachtet, helfen die Tränen bei Stressbewältigung und lindern den psychologischen Schmerz. Es werden Endorphine freigesetzt, die unser Körper braucht. Weint der Mensch nicht, so können diese Glückshormone nicht gebildet werden. Und wenn er sich unter starkem Druck oder in Stresssituationen befindet und nicht weint – so schadet er seinem Körper.
Henry Moseley, ein britischer Arzt, sagte, dass wenn es mit nicht mit den Tränen herauskommt, es bei den anderen, inneren Organen herauskommt. Auf diese Weise würde vermeidbarer Schaden für den Körper entstehen.

Zudem helfen Tränen nicht nur den psychologischen Schmerz zu stillen, sondern auch den physiologischen. Sie beinhalten ein Antiseptikum, welcher aktiv gegen den Schmerz vorgeht. Wie eine Art Tablette. Weint man nicht, tut es mehr weh.

Tränen haben eine ähnliche Funktion wie der Schweiß. Menschen mit verminderter Schweißbildung (Hypohidrose) bekommen sehr leicht eine innere Vergiftung.

Somit macht es Sinn, als Jesus sagte, dass die Trauernden (die Weinenden) glücklich sind. Sie lösen direkt mehrere Probleme.

In welchem Bereich wirken die Tränen?

Sie sind nicht immer erleichternd, so zum Beispiel während einer Depression würden die Tränen zur Verschlechterung des Zustands führen.
Bei einem gesunden Menschen ist es empfehlenswert ab und zu den Tränen freie Bahn zu lassen.

Statistisch gesehen sterben Männer öfter an Infarkten als Frauen. Es könnte daran liegen, dass Männer dazu neigen, Gefühle weniger oft zu zeigen.

Es gibt Freudestränen, Tränen der Buße, Tränen des Abschieds, Tränen der Hilfslosigkeit, Tränen des Beleidigtseins, wo man verraten wurde oder beklaut, Tränen des Mitgefühls, wo man um des anderen Willen weint, wenn man sieht, dass es einem schlecht geht und mit ihm zusammen weint. Und es gibt noch Tränen des Hasses, des Neides, wenn alles in einem kocht, die nicht erleichternd sind.

Jeremia 41,6-7

Da ging Ismael, der Sohn Netanjas, von Mizpa hinaus, ihnen entgegen, und weinte beim Gehen. Als er aber mit ihnen zusammentraf, sprach er zu ihnen: Kommt herein zu Gedalja, dem Sohn Achikams! Und es geschah, als sie mitten in die Stadt gekommen waren, da ermordete sie Ismael, der Sohn Netanjas, und warf sie in die Zisterne, er und die Leute, die bei ihm waren.

Ein Mensch geht und weint. Warum weinte er? Weil er voller Bosheit war.
Jesus sprach in Matthäus 5 nicht von diesen Tränen. Er sprach von besonderen Tränen.
Es ist ein Lebenswandel von uns. Jesus gibt uns Lebensprinzipien vor. Das Erste war „glückselig sind die geistlich Armen“, also die, die ihr Leben komplett Gott abgeben. Das Zweite ist „glückselig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet“. Ihnen wird auf jeden Fall Hilfe zuteil kommen.

Die Art der Tränen hängt von der Einstellung des Herzens ab.

Lukas 7,38

und sie trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen; und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe.

Die Herzenshaltung dieser Frau kann analysiert werden. Warum weinte sie? Die Tränen dieser Frau waren Tränen der Buße. Und die Folgen dieser Tränen können direkt eingesehen werden in Lukas 7,48-50, Jesus sagte zu ihr, geh hin in Frieden, du bist gerechtfertigt. Und die Frau ging, mit einem Lächeln.

Was waren das für Tränen? Sie waren nicht egoistisch, sondern voller Reue, wo es ihr leidtat, so lange falsch gelebt zu haben. Und das bedeutet Buße.

Im Himmel wird zwar alles offenbart, aber auch hier kann man gewisse Sachen erahnen. So zum Beispiel, wenn man auf den richtigen Weg kommt, Buße tut, aber sehr schnell wieder in die alte Bahn gelenkt wird. Und jedes Mal weint man, denn man meint es ernst.

Aber die Tränen allein reichen nicht aus. Es musste eine Entscheidung getroffen werden. Diese Entscheidung kann nur getroffen werden, wenn man den Boden erreicht hat. Wenn es wirklich ernst gemeint ist.

Nachdem Paulus blind wurde, sollte Ananias für ihn beten. Da war Ananias abgeneigt, schließlich war Paulus für seinen Eifer in der Verfolgung bekannt. Er sagte zu Gott, er ist doch böse. Und Gott sagte, er betet (Vgl. Apostelgeschichte 9, 10-14).
Dabei hat er sein ganzes Leben lang gebetet. Und doch sagt Gott, er betet jetzt. Seine Herzenseinstellung ist jetzt, endlich richtig.

Wenn man bereit ist, Gott alles abzugeben, den Stolz, alle Kenntnisse, alle Wünsche und Fähigkeiten, dann kommen die Tränen, von denen Jesus sprach. Tränen, dass es einem leidtut, echte Tränen. Tränen muss immer eine Entscheidung folgen, es bringt nämlich nichts nur aus Selbstmitleid zu weinen.

Anderes Beispiel aus der Bibel.
Hanna war eine gewöhnliche Frau, hat geheiratet, wollte Kinder haben. Und ein Jahr verging, ein zweites, fünf Jahre vergingen, und sie hatte immer noch keine Kinder. Jedes Jahr ging sie in den Tempel, hat gebetet und geweint, gebetet und geweint. Und dann entschied sie, dass wenn sie ein Kind bekommen sollte, es Gott zu widmen. Und auf einmal haben ihre Tränen eine Antwort bekommen. Sie wurde schwanger und bekam ein Kind. Und sie erfüllte ihr Versprechen. (Vgl. 1 Samuel 1)
Tränen, von denen Jesus spricht –  haben sie eine bestimmte Entscheidung in sich?

1. Mose 21,16 

und setzte sich etwa hundert Meter davon entfernt auf die Erde. »Ich kann nicht mit ansehen, wie mein Kind stirbt!«, weinte sie.
Auch hier sind die Tränen mit einer Entscheidung verbunden. Sie hat entschlossen und gab alles Gott ab. Sie verließ sich nicht mehr auf sich selbst.

Markus 9,23-24

Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst — alles ist möglich dem, der glaubt! Und sogleich rief der Vater des Knaben mit Tränen und sprach: Ich glaube, Herr; hilf mir, [loszukommen] von meinem Unglauben!

Was will Gott uns beibringen mit den Worten „glückselig sind die Trauernden, denn sie werden getröstet“? Anhand der Bibelstellen kann man sehen, dass es stark von der Herzenseinstellung abhängt. Warum weint man? Weil man sich schlecht fühlt, beleidigt ist, oder weil man Gottes Einwirken in seinem Leben wünscht.

Die richtigen Tränen sind somit immer mit einer Entscheidung und einem sanftmütigen Herzen verbunden. Rachsucht, Bosheit und Zorn entfernen uns nur von Gott.

Haben wir Seine göttliche Entscheidung in uns, wird Gott uns trösten und Sich für uns einsetzen. Wenn wir uns nicht mehr an unser „Ich“ klammern, sondern es Gott überlassen.

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