Ein Leben lang Urlaub

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Ein Leben lang Urlaub

Urlaub ist im Trend. Man kann damit vor Arbeitskollegen und Freunden angeben. Doch wozu fahren wir in den Urlaub?

Wir alle arbeiten zwar auf unseren Urlaub hin, doch er vergeht schneller als wir es uns vorstellen.

Passend dazu gibt es ein Zitat aus Winnie Puh: „Tiger, wohin laufen wir? -Keine Ahnung, aber wir nehmen eine Abkürzung!“

Ist der Urlaub auch für uns eine Abkürzung?

Der amerikanische Begriff „rat race“ beschreibt dieses Phänomen des Laufens ins Nirgendwo. Denn selbst wenn du im Hamsterrad läufst und gewinnst, bleibst du trotzdem ein Hamster. Ist es die Anstrengung denn dann überhaupt wert gewesen?

„Für die Entspannung ist uns jede Spannung gerecht“, sagen die Deutschen. Und haben Recht, denn die am meisten gestressten Menschen findet man beispielsweise am Flughafen, auf dem Weg in den Urlaub und zur „Entspannung“.

Menschen haben dabei extrem hohe Erwartungen – zwei Wochen Urlaub sollen 50 Wochen des Alltags wieder gut machen sollen.

Dabei stellen wir fest, dass wir sehr schnell leer werden. Und wir sehnen uns nach Erfüllung.

Doch dem Problem auf den Grund zu gehen, wäre viel zu umständlich. Deshalb versuchen wir vergeblich das große Loch ins uns mit allerhand viel zu kleinen Dingen zu stopfen. Was zwar kurzfristig funktioniert, das langfristige Problem aber nicht löst. Und daran sind wir gewöhnt und akzeptieren, dass die Welt uns aussaugt mit:

  • Arbeit (wer freut sich schon auf den Montag?)
  • Ständigem Vergleich mit anderen/ Wettbewerb
  • Konsum, denn überraschenderweise wird man vom Nehmen nicht voller, sondern leerer.

Der Mensch ist ein besonderes Gefäß und wird erst durchs Leer werden voller. Man kann endlos konsumieren, aber dadurch nicht erfüllt werden. Und so passiert es auch im Leben vieler, da man sich nicht im Alltag erfüllen kann, hofft man auf den Urlaub, nach welchem alles wieder gut werden soll. Allerdings kann man keine Energie im Körper speichern und selbst nach dem besten Urlaub ist man nach spätestens zwei Wochen wieder urlaubsreif. Ausschlafen im Voraus ist bekannterweise ja auch nicht möglich.

Deshalb brauchen wir einen Lebensstil, der uns konstant bereichert, der uns täglich Energie liefert und uns wirklich erfüllt.

Jesus bietet es uns an. „Ich will euch das Leben geben, Leben im Überfluss“ (vgl. Johannes 10,10)

Übersetzt heißt dies für uns „du brauchst Frieden, keinen Urlaub“.

Aber gibt es dann noch Gründe, um in den Urlaub fahren? Ja, zum Beispiel zum Abschalten, wobei es nicht unbedingt Bali sein muss, sondern einfach nur ein Ort, wo man ungestört sein kann. Wenn es sein muss, kann es auch der eigene Balkon sein.

Es gibt drei wichtige Ebenen, auf denen man Frieden schließen muss, um sich erfüllt zu fühlen.

  1. Frieden mit sich selbst

Apostel Paulus schreibt Timotheus, dass es ein großer Gewinn sei, gottesfürchtig und zufrieden zu sein.  (vgl. 1. Timotheus 6,6)

Reich ist nicht der, der alles hat, sondern der, der nichts mehr will und zufrieden ist mit dem, was er hat.

 

So sind beispielsweise Kataloge dafür erfunden, mindestens einen Wunsch in den Lesern entstehen zu lassen. Dem Menschen nahe zu legen, dass ihm etwas Wichtiges fehlt. Jedes Mal wenn man da reinschaut fällt einem auf, was wir alles noch nicht haben aber unbedingt brauchen.

 

Es gibt eine Anekdote, die es ganz gut ausdrückt: „Wie viele Paar Schuhe braucht eine Frau? Eins mehr, als sie bereits hat.“

 

Ein Katalog aus dem Bereich der Schönheit wird dir sagen, dass deine Haut nicht sanft genug ist, oder der Hautton nicht schön ist und löst im Endeffekt bei dir eine Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen aus. Welche Frisur solltest du machen? Ganz eindeutig die, die du nicht hast. Also, wenn du blonde und lockige Haare hast, solltest du sie dunkler färben und am besten glätten. Hast du einen dunklen Ton, solltest du den aufhellen!

 

Psalm 34,15 „weiche vom Bösen und tue Gutes, suche den Frieden und jage ihm nach!„

 

Nirgendwo in der Bibel wird geschrieben, „Du sollst dem Glück nachjagen!“ Somit ist der Film, „Das Streben nach Glück“ relativ sinnlos. Weil Glück kein Haupt-, sondern ein Nebenprodukt ist. Das Glück kann man nicht finden, wenn man explizit danach sucht.

So fühlt man sich zum Beispiel um einiges besser, wenn man jemanden geholfen hat, als wenn man eine neue Jeans gekauft hat.

 

  1. Frieden mit den Menschen

Würde man „Frieden“ in der Textsuche in der Bibel eingeben, würde man feststellen, dass vor allem im Neuem Testament die Jünger (und somit auch wir) erst von Jesus und dann von Paulus ermahnt werden, den Frieden untereinander zu halten.

Markus 9,50 „Das Salz ist etwas Gutes; wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!”

Und konfliktoffene Menschen helfen uns, den Frieden zu bewahren, indem sie unsere Friedfertigkeit auf die Probe stellen. Ein Prediger sagte mal: „Wenn deine Frau dich dazu bringt, demütig und langmütig zu sein, so ist sie ein Segen.“

 

In der berühmten Bergpredigt wird gesagt, dass die Friedfertigen das Land erben werden (vgl. Matthäus 5,5)

 

Auch wenn einige Menschen behaupten, sie würden Frieden mit Gott haben, aber keinen Frieden mit den Mitmenschen haben, so kann es nicht sein.

Urlaub dient auch bei vielen Menschen dazu da, um wegzulaufen, vor anderen Menschen, vor der Arbeit oder sogar vor der Gemeinde.

Die letzte Ebene ist die wichtigste, die von den Ungläubigen nicht verstanden werden kann.

  1. Frieden mit Gott

Angenommen, man ist im Frieden mit sich selbst, mit den Nachbarn, trinkt Mandelmilch und macht Yoga. Doch ist man dabei tatsächlich erfüllt?

Römer 5,1 „Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus,“

Das Wort „Sünde“ heißt gar nicht das „abgrundtiefe Böse“ wie Mord oder Vergewaltigung. Das hebräische Wort (חטא) kommt aus dem Bogenschießen und heißt lediglich „das Ziel verfehlen“, also am Ziel vorbei schießen.

Eigentlich hat man alles, ist super zufrieden, und doch fehlt einem der Frieden. Auch wenn man es einem nicht anmerkt. „Ja, ich habe keine Angst vor dem Tod.“ Und dann kommt die Zeit, den Schlussstrich zu ziehen, und es stellt sich heraus, dass man sich täuschte und doch noch Angst hat. Wir stellen uns vor, in Frieden „der Tage satt“ die Welt zu verlassen. Doch der morgige Tag ist keinem versprochen. Selbst am Urlaubsort kommt nicht jeder an. Wir arbeiten auf die Rente hin. Und dann wird das Rentenalter angehoben. Man kommt sich ganz schön doof dabei vor, denn es ist wie wenn einem die Ziellinie weggezogen wird und immer weiter geschoben, sodass man jedes Mal kurz davor ist, diese zu erreichen.

„Die Rente ist sicher“ (Dr. Norbert Blüm, 2008) ist genauso ein Märchen, wie Schneewittchen und Dornröschen.

Du lebst, arbeitest und … stirbst. Selbst die Krankenkasse kann dir keine Jahre versprechen. Woher weißt du, wann du stirbst? Die durchschnittliche Lebenserwartung ist keine Garantie.Wenn man eine Garantie haben will, kann man einen Toaster kaufen – dieser hat zwei Jahre Garantie. Der Rest ist keinem versprochen worden.

„Kommt wie ein Dieb in der Nacht“ (1. Thessalonicher 5,2), genauso gut kann es im Urlaub kommen, oder auf dem Weg dahin, oder auf der Arbeit.

Deshalb schreibt Paulus, dass heute der Tag der Erlösung ist (2.Korinther 6,2). Schließe heute den Frieden mit Gott.

Wilhelm Busch sagte einst:„Teufels Lieblingsmöbelstück ist die lange Bank“. „Morgen, Morgen höre ich auf, zu rauchen. Morgen fange ich an, in die Gemeinde zu gehen, ab Morgen lese ich die Bibel.”

Was auf jeden Fall sicher ist, ist dass wir alle eines Tages sterben werden. Definitiv. Leider weiß man nicht, wann genau.

Wenn wir Frieden haben mit uns selbst, den Menschen und mit Gott dann hören wir am Ende, wenn wir vor Gott stehen: „komme in den Frieden deines Herrn“.
Es ist dabei egal, wie lange du Gott schon kennst, schiebe den Tag der Errettung nicht vor dir weg und schließe heute Frieden!

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