Bist du ein potenzieller Verräter?

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Bist du ein potenzieller Verräter?

Jeder kennt den größten Verräter aus der Bibel – Judas. Judas war einer von den zwölf Jüngern Jesu und er hat ihn verraten. 

In Matthäus 26:20-22 lesen wir:

Als es nun Abend geworden war, setzte er sich mit den Zwölfen zu Tisch. Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten! Da wurden sie sehr betrübt, und jeder von ihnen fing an, ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich?

Als Jesus das sagte, wusste Judas, dass er ihn verraten würde aber er sagte nichts.

Jesus hat die zwölf Jünger erwählt und auch Judas war einer von ihnen. Jesus wusste, dass er ihn verraten würde.

Johannes 6:70-71

 Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch Zwölf erwählt? Und doch ist einer von euch ein Teufel! Er redete aber von Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, denn dieser sollte ihn verraten, er, der einer von den Zwölfen war.

Judas hatte die gleiche Chance wie alle anderen. Jesus hat die Jünger alle gleich behandelt und jeder von ihnen hatte einen freien Willen.

Doch wo passierte der Wendepunkt in Judas‘ Leben? Schauen wir in:

Johannes 12:4

Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner Jünger, der ihn danach verriet: Warum hat man dieses Salböl nicht für 300 Denare verkauft und es den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde.

Ab diesem Moment hat Judas sich dazu entschlossen, Jesus zu verraten. Es war seine eigene Entscheidung. Denn er war ein habsüchtiger Dieb. Es war seine Entscheidung.

Jesus kann uns unsere Entscheidung nicht abnehmen, wenn wir etwas nicht wollen, dann machen wir das nicht.

Judas hat Jesus durch einen Kuss verraten. Und Jesus sagte: “Ich war jeden Tag in der Synagoge aber Gott hat euch die Zeit gegeben mich jetzt festzunehmen.”

Wer hat Jesus außerdem noch verraten?

In Matthäus 26:313-35 steht:

Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn auch alle an dir Anstoß nehmen, so werde doch ich niemals Anstoß nehmen! Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen! Petrus spricht zu ihm: Und wenn ich auch mit dir sterben müßte, werde ich dich nicht verleugnen! Ebenso sprachen auch alle Jünger.

Petrus war fest davon überzeugt, dass er Jesus niemals verraten würde.

Wir werden oft in unserem Leben auf Verrat treffen. Denn Menschen verraten nun mal. Aber die Frage ist: wie gehen wir damit um?

Oft verraten wir Jesus in unserem Alltag. Wenn zum Beispiel jemand schlecht über ihn oder die Gemeinde redet und wir nichts dagegen sagen und uns nicht für ihn einsetzen.

Oder wir haben Unvergebung in uns – wenn wir so beleidigt auf jemanden sind, dass eine bittere Wurzel in unserem Herzen entsteht. Diese entwickelt sich zu Rebellion und führt letztendlich sogar zum Verrat.

Manchmal haben wir Angst, etwas im Leben zu verpassen. Dass wir ein langweiliges Leben führen. Aber es stimmt nicht. Natürlich sind wir nicht zu 100% geschützt, wenn wir gläubig sind. Den wir bewegen uns in dieser Welt. Aber wenn wir nicht zur Gemeinde kommen, verpassen wir ein glückliches Leben.

Lukas 22:60-62

Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst! Und sogleich, während er noch redete, krähte der Hahn.
Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an das Wort des Herrn, das er zu ihm gesprochen hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen! Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.

Als Petrus Jesus verraten und sich von ihm losgesagt hatte, drehte sich Jesus um und schaute ihn an. Jesus schaut auch uns an.

Wenn der Verrat ganz offensichtlich ist, dann sind wir nicht bereit diesen zu begehen. Aber wenn der Verrat nicht offensichtlich ist, wenn er indirekt ist, dann fallen wir darauf rein. Denn der Verrat ist listig, er schleicht sich in unser Leben ein.

Als Petrus Jesus verraten hat, hat er es nicht einmal bewusst wahrgenommen, was er da eigentlich getan hat aber als Jesus ihn ansah verstand er es. Und er weinte bitterlich, als er realisierte, dass er Jesus verraten hatte.

Wir müssen sich selbst ständig prüfen: Wo lassen wir diesen listigen, indirekten Verrat in unserem Leben zu? Und wie reagieren wir, wenn Jesus uns ansieht?

Zusammenfassend lässt sich also sagen: es gibt zwei Arten, Jesus zu verraten:

1. Judas‘ Art – direkt und eindeutig. Er ging hin, hat es geplant und hat Jesus verraten
2. Petrus‘ Art – indirekt und uneindeutig. Er realisierte es nicht einmal und merkte es erst, als Jesus ihn ansah.

Judas hat zu spät verstanden, dass Jesus wegen seinem Verrat sterben musste. Er gab das Geld wieder zurück und wollte Buße tun, aber er konnte damit nicht leben und erhängte sich.

Petrus hat Buße getan, er stellte sich der Scham, Jesus verraten zu haben und kam zu Jesus zurück.

Jeder von uns könnte Jesus verraten aber wie gehen wir damit um? Was tun wir, wenn Jesus uns ansieht?

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